Seychellische Weihnachten

26 Dezember 2015

Die wichtigsten drei Requisiten der seychellischen Weihnacht unterscheiden sich nicht viel von den uns bislang bekannten:

Weihnachtsbaum,

Weihnachtsdekoration,

Weihnachtslieder.

Höre ich da den Einwand, dass aber nie die richtige Weihnachtsstimmung wie daheim in Deutschland aufkommen wird, weil Glühwein, Zimt­geruch und Schneegestöber fehlen?

Dazu fol­gendes:

Zimtgeruch gibt es mehr als genug auf den Sey­chellen. Man braucht sich nur einen Zweig des Zimtbaums abzubrechen, Blätter und Rinde zwi­schen den Fingern zu reiben und schon kommt Weih­nachts­duft!

Thema Glühwein: Er lässt sich aus den eben be­schriebenen Ingredienzien mit süd­afrikanischem Rotwein, braunem Rohrzucker und etwas Orange sowie heimischen Nelken ganz her­vorragend selbst herstellen. Auch bei hoch­sommerlichen Tem­pe­ra­turen schmeckt er prima. Fast scheint es, als würde er erst hier sein wahres Aroma entfalten. Er hat nur lediglich einen Nach­teil. Er macht bei der Wärme schneller beschwipst. Okay: Wer keinen Glühwein mag, der trinkt einen Rosé unterm Flammenbaum…

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… oder wer keinen Wein mag und der Fraktion der Biertrinker angehört, dem sei ein eiskaltes Guinness empfohlen, denn in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird oft – aus weihnachtlichen Marketing-Gründen heraus – der Flaschenpreis um ein, zwei Rupees gesenkt. Das dunkle irische und in Lizenz auf Mahé abgefüllte Gebräu erinnert durchaus an deutsches Starkbier meiner Heimatstadt, das es ab Ende November zur Einstimmung auf die ad­vent­liche Fastenzeit gibt.

Und Schneegestöber? Wer vermisst dies wirk­lich? Frage: Wann gab es das zuletzt in Deutsch­land pünktlich zu Heilig­abend? War bzw. ist es nicht viel­mehr so: 8 bis 10 Grad oder mehr (plus natürlich!) und Nieselregen, von frühlingshaft mild bis scheußlich nasskalt und kein Winterwunderland weit und breit in Sicht. Davon sollte nun wirklich nicht die weih­nachtliche Glückseligkeit abhängen!

Zwaye Nwel! – Fröhliche Weihnachten!

Eigentlich war es nichts anderes als Fernweh und die Suche nach dem perfekten Inselidyll, was Heike Mallad auf die Seychellen brachte: 1998 verbrachte sie zum ersten Mal eine Woche auf den Trauminseln im Indischen Ozean.