Königlich baden: An der Anse Royale

3 Oktober 2015

Eine der schönsten Buchten auf den Seychellen ist die Anse Royale, jedenfalls für mich! Die Königsbucht im Südosten Mahés ist vor allem in den Monaten mit Nordwestmonsun (also zwischen Oktober und Mai) einfach nur traumhaft. Durch das vorgelagerte Riff ist das Wasser friedlich, höchstens ein verträumtes Geplätscher, das zum ausgiebigen Schwimmen im kristallklaren Türkis einlädt.

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Sollten dennoch Wind und Wellengang herrschen, so beobachte ich immer wieder, dass ab ungefähr 11.00 Uhr morgens eine gewisse Beruhigung eintritt. Dann macht auch das Schnorcheln richtig Spaß. Kleine Rifffische flitzen im Wasser in und her, manche sind so frech, dass sie mich in die Waden zwicken. Gern verstecken sie sich in den kleinen Inseln aus Korallen und Seegras, die hier und da natürliche Fixpunkte unter Wasser bilden. Ruhe, das finde ich in der Anse Royale zu den ganz frühen Stunden des jungen Tages, wenn sich der Stand noch jungfräulich vor mir ausbreitet.

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Nur wenige Handbreit, so scheint es, trennen mich von der Ile Souris, der kleinen Mausinsel, zu der ich schon so oft hinschwimmen wollte. Ab und zu tuckert ein Fischerboot vorbei und draußen hinterm Riff grüßt das weiße Segel einer Yacht.

Ab zwölf, halb eins ist es dann vorbei mit der Ruhe in der Anse Royale. Dann ergießen sich Heerscharen von Schulkinder aus dem nahen Polytechnicum am Strand. Die Mädels kichern, quietschen und kreischen. Die Jungs pfeifen, johlen und prahlen. Noch besser wird der Geräuschpegel an den Wochenenden, wenn die Anse Royale kurzerhand zur Party Zone deklariert wird. Luftballons baumeln zwischen den Palmen, Glitzergirlanden klettern die Äste hoch und aus kühlschrankgroßen HiFi Boxen wummert Musik in nie dagewesener Lautstärke. Zeit für mich, zu verschwinden.

Aber am Montag morgen, da bin ich wieder zurück. Versprochen!

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Ort: Anse Royale, Südostküste, Mahé
Perfekte Badesaison: Oktober bis Mai
Beste Tageszeit: früher Morgen, VormittagBeste Stelle: nördlich („linker Strandabschnitt“) vom Restaurant „Kaz Kreol“ aus gesehen. Dort lässt sich auch eine schöne Mittagspause bei kreolischem Essen und kühlen Drinks verbringen.

Eigentlich war es nichts anderes als Fernweh und die Suche nach dem perfekten Inselidyll, was Heike Mallad auf die Seychellen brachte: 1998 verbrachte sie zum ersten Mal eine Woche auf den Trauminseln im Indischen Ozean.